Sheldon, Grissom, Bones & Co. – Wissenschaft in AV-Serien

Sheldon Cooper

Was haben aktuelle US-Serien mit Wissen­schafts­kommunikation zu tun? „Lost in TV“-Mit­begründer Sven Stollfuß stellte sich Studierenden im Studien­gang „Wissen­schaft – Medien – Kommunikation“ (WMK) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) dieser und anderen Frage(n). Der Zusammen­schnitt des rund ein­stündigen Inter­views ist hier zu hören:

http://wmk-blog.de/2015/11/18/scicomm-2-dr-sven-stollfuss/

Weekly on Netflix

 

BetweenScreenshot (© Netflix 2015)

Als Netflix im Jahr 2013 mit der ersten Staffel House of Cards die erste Eigenproduktion veröffentlichte – noch dazu en bloc –, war das Medienecho mehr oder weniger einhellig. Das krempele das Fernsehen grundlegend um, war hier wie dort zu lesen.

Meinen ersten Kontakt mit der Revolution aus dem Hause Netflix hatte ich damals in Köln. Felix und ich haben dort im März 2013 einen Vortrag zu aktuellen US-Serien an der internationalen Filmschule gehalten. Dabei ging es noch vornehmlich um HBO-Serien und vergleichbare Formate, die im Feuilleton wie auch in der Wissenschaft als ‚Quality-TV‘ rauf und runter gelobt wurden.

House of Cards also war da gerade erst publiziert. Die Serie fand ich von Anfang an grandios! Nicht nur Kevin Spacey überzeugt in seiner Rolle als machthungriger Francis Underwood, auch die schauspielerische Leistung von Robin Wright (als Claire Underwood) ist schlicht großartig. Zusam­mengenommen mit Erzählstil und Ästhetik ist die Serie fürwahr ein Highlight. Aber sollte das tatsächlich eine Revolution sein? Als Medien- und Fernsehwissenschaftler ist man von Haus aus schon immer misstrauisch, wenn die vermeintlich neuste Revolution aus dem Boden sprießt. Und wenn man sich dann noch mit US-amerikanischer Fernsehge­schichte auskennt und die vielen Verände­rungen (bzw. mehrfach prognostizierten fundamentalen Umbauten) im Zusammen­hang mit dem Wandel insbesondere der TV-Serie kennt, bleibt man erst einmal unbeeindruckt, abwartend.

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25 years later: Interview zu Twin Peaks

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In der bislang letzten Episode der Fernseh­serie Twin Peaks (USA 1990–1991) äußert die zentrale Figur und Auslöserin des Hauptplots Laura Palmer (Sheryl Lee): „I’ll see you again in 25 years“. Als die Erfinder der Serie Mark Frost und David Lynch im Oktober dieses Jahres mithilfe einer ausge­klügelten Kommunikations­strategie die Rück­kehr – tat­säch­lich als Fort­setzung und nicht als Neu­auf­lage – der Serie Anfang 2016 ankündig­ten, war das Interesse nicht nur bei der immer noch beträcht­lichen Fan­gemeinde geweckt, sondern auch bei uns.

Twitter David Lynch

Wahr­schein­lich hätte diese Nach­richt jedoch nicht zu mehr Reak­tionen als einer großen Tasse Kaffee und einem Stück Kirsch­kuchen geführt, wenn nicht wenige Tage später mein Telefon geklingelt hätte. Am Apparat war ein DASDING-Mit­ar­beiter, der auf meinen Twin Peaks-Vor­trag bei der „Spaces of Television“-Konferenz 2013 in Reading gestoßen war und mir die unter anderen Um­ständen eher furcht­ein­flößende Frage stellte, ob ich spontan mit ihm in einen nahe gelegenen Wald fahren würde. Da es jedoch nur um die passende Kulisse für ein Inter­view zur größten­teils in den Wäldern des ameri­kanischen Nord­westens spielenden Serie ging, habe ich gern ein­ge­willigt. Das Resultat könnt ihr euch unten anschauen (am besten bei einer Tasse heißen, starken Kaffees), ein ausführ­licher Post zum wohl ungewöhn­lichsten Come­back der US-Fernseh(serien)geschichte folgt demnächst.

Interview mit SWR2 zum Writer’s Room

SWR2_RGBIm Rahmen unserer Kooperation mit dem Serien­projekt Writer’s Room des Deutsch-Ameri­kanischen Insti­tuts in Heidel­berg (DAI) wurden wir von SWR-Journa­listin für einen Radio­beitrag inter­viewt. Eine Beschrei­bung der im SWR2 ausge­strahlten Sen­dung findet sich auf den Seiten des SWR, zu einem Mit­schnitt des  Bei­trages samt unserer fünfzig Cent geht es hier.

Felix und Sven im DAIDie von uns beglei­teten Screenings und Diskus­sionen finden weiter­hin statt, Serien-Interessierte können ein­fach montags um 18:30 Uhr in die Bibli­othek des DAI kommen (Sofienstr. 12, Heidelberg), in den nächsten Wochen zeigen wir z.B. Homeland, House of Cards, The West Wing, Game of Thrones und Sherlock – selbstverständ­lich in der Original­version.